Wir, Jamila und Céline sind zwei Schwestern, welche beide schon immer ein grosses Herz für Tiere hatten. Wir wuchsen in Luzern auf und hatten das Glück, in unserer Kindheit umgeben von Wäldern, Wiesen und Bauernhäusern gross zu werden. Tiere gehörten in unserem Leben schon immer dazu, nebst unseren beiden Katern durften wir auch auf dem Bauernhof auf welchem unser Onkel lebte, umgeben von Hühnern, Kühen, Pferden, Schweinen, Hunden und Katzen aufwachsen. Als bestes Beispiel unerschrockener Liebe und sicherlich auch einem kindlich naiven Urvertrauen zu verschulden, so musste unsere Grossmutter, Jamila einst mit vollem Körpereinsatz daran hindern im Tierpark zu den Wölfen in den Käfig zu klettern. Und obwohl bis heute nicht ganz sicher ist ob nicht vielleicht doch ein magischer Moment der Verbundenheit verpasst oder wie eher zu vermuten eine tragische Schlagzeile in der Zeitung verhindert wurde, so sind wir dennoch froh, es nicht tatsächlich selbst herausgefunden zu haben.

Heute jedoch so sind wir keine Kinder mehr, wir sind erwachsen geworden und für unser eigenes Handeln und die daraus folgenden Konsequenzen verantwortlich. So wurde uns im Verlauf unseres älter werden auch immer bewusster, wie ein jeder von uns zu einer für alle Lebewesen lebenswerteren Welt beitragen kann. Wir entschieden uns unsere Stimme für die jenen zu nutzen, welche nicht gehört werden, welcher Sprache wir verlernt und uns von ihnen entfernt haben. Unsere Entscheidung unsere Leben ohne scheu vor Verantwortungsübernahme so zu gehen, dass wo ein Weg des gewaltfreien Miteinanders möglich ist und wir andere so behandeln können wie wir selbst es wollten, Liebe über Ego steht. Heute sind wir, Jamila 24 Jahre und Céline 19 Jahre jung. Trotz unseres fünf jährigen Altersunterschied wurden wir zu sehr geschätzten Freundinnen und sind mittlerweile ein eingespieltes Team geworden. Übrigens war es auch Céline welche die Initiatorin für unseren ersten gemeinsamen Demo Besuch war und somit einen Funken des Gerechtigkeitssinnes in uns beiden entflammt hatte. Seither unterstützen wir uns auf unserem Weg der Selbstwirksamkeit und schätzen es jenen Weg gemeinsam gehen zu dürfen.